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Checkliste für Website-Migrationen: 8 Schritte für Ihr SEO

Ein Ablaufplan aus der Praxis

Dies ist ein praktischer Ablaufplan für Planung, Test, Launch und Monitoring Ihrer Website-Migration.

Ein neues CMS, ein schnelleres Hosting oder eine klarere Domain können Jahre des Wachstums eröffnen. Sie können aber auch mit einem einzigen Release jahrelang aufgebaute Sichtbarkeit, Conversion-Daten und Kundenvertrauen zerstören.

Deshalb ist "Inhalte kopieren, Weiterleitungen anlegen und live gehen" kein Migrationsplan.

Eine Website-Migration ist eine kontrollierte Änderung im Live-Betrieb. Sie braucht einen definierten Umfang, eine Ausgangsbasis, eine Generalprobe, messbare Launch-Kriterien und benannte Verantwortliche für alles, was danach kommt.

Weiterleitungen sind wichtig, aber ebenso Checkout, Consent-Einstellungen, CRM-Integrationen, Barrierefreiheit, die Performance bei echten Nutzern und die Frage, die um zwei Uhr nachts niemand beantworten will:

Was würde uns dazu bringen, anzuhalten oder zurückzurollen?

Dieser Ablaufplan bringt all diese Teile zusammen.

Was zählt als Website-Migration?

Eine Migration ist jede größere Änderung, die beeinflussen kann, wie Nutzer, Suchmaschinen oder angebundene Systeme Ihre Website erreichen und verstehen.

Typische Beispiele:

  • Umzug auf eine neue Domain, Subdomain oder URL-Struktur
  • Wechsel von CMS, Framework oder Shop-Plattform
  • Wechsel von Hosting, Servern, CDN oder Deployment-Architektur
  • Zusammenlegung mehrerer Websites nach einer Übernahme oder einem Rebranding
  • Neugestaltung von Templates und Navigation
  • Umstellung von clientseitigem auf serverseitiges oder statisches Rendering
  • Zusammenführen, Überarbeiten oder Entfernen großer Mengen an Inhalten
  • Änderung von Protokoll, internationaler Struktur oder Sprachrouting

Nicht jede Migration birgt dasselbe Risiko. Ein Hosting-Umzug mit unveränderten URLs ist etwas anderes als ein Rebranding mit neuer Domain, neuem CMS, Design und Content-Modell.

Je mehr Variablen Sie gleichzeitig ändern, desto schwerer lässt sich ein Verlust erklären.

Trennen Sie große Änderungen, wo immer möglich. Googles eigene Hinweise zum Website-Umzug empfehlen, immer nur eine Sache auf einmal zu ändern. Eine Migration ist schon ein Experiment, fügen Sie keine unnötigen Variablen hinzu.

Beginnen Sie mit einem Migrationsvertrag, nicht mit einer Aufgabenliste

Bevor jemand eine Weiterleitungsdatei anlegt, schreiben Sie einen einseitigen Migrationsvertrag.

Er sollte fünf Fragen beantworten:

  1. Warum ziehen wir um? Beschreiben Sie das geschäftliche Problem, nicht nur die gewählte Technologie.
  2. Was ändert sich? Domains, URLs, Templates, Inhalte, Tracking, Infrastruktur und Integrationen gehören alle zum Umfang.
  3. Was darf sich nicht verschlechtern? Benennen Sie die geschäftskritischen Abläufe, Seiten, Märkte und Systeme.
  4. Wie messen wir den Erfolg? Verwenden Sie Kennzahlen mit Ausgangswert, Ziel, Verantwortlichem und Prüftermin.
  5. Wer darf den Launch freigeben, pausieren oder zurückrollen? Legen Sie das vor dem Release-Fenster fest.

"Die Website verbessern" ist kein Erfolgskriterium.

Bessere Kriterien sehen so aus:

BereichAusgangswertLaunch-KriteriumZiel nach 30 TagenVerantwortlich
Abgeschlossene Checkouts62 %Kein Ausfall kritischer AbläufeMindestens 62 %Produkt
Gültige erfasste Leads940 pro MonatTest-Leads kommen im CRM anKein unerklärter RückgangMarketing Operations
URLs mit 5xx-Fehler0,02 %Unter 0,1 %Auf oder unter AusgangswertEntwicklung
Organische Einstiegsseiten4.200Alle Prioritätsseiten zugeordnetKeine ungewollten AusschlüsseSEO
Barrierefreiheit14 bekannte kritische ProblemeKeine neuen kritischen ProblemeBestehender Rückstand verringertDesign und QA

Die genauen Zahlen unterscheiden sich von Organisation zu Organisation, aber die Struktur erzwingt sinnvolle Entscheidungen.

Sie verhindert auch, dass ein Team den Erfolg ausruft, weil die Startseite gut aussieht, während das Umsatz-Tracking schweigt.

Phase 1: Bestand erfassen und entscheiden, was umziehen soll

Erstellen Sie ein vollständiges Inventar aus mehr als einer Quelle.

Ein Crawler zeigt, was über Links erreichbar ist, übersieht aber verwaiste Seiten. Analytics findet besuchte URLs, kann aber nicht getrackte Dateien auslassen. Search Console und Backlink-Daten zeigen Seiten mit Suchnachfrage oder externer Autorität. Exporte aus CMS und Server decken auf, was die anderen Tools nicht sehen.

Erfassen Sie:

  • HTML-Seiten und ihre Sprachversionen
  • Bilder, Videos, PDFs und Downloads
  • Titel, Beschreibungen, Überschriften und Canonical-Tags
  • Strukturierte Daten und Social-Media-Metadaten
  • Interne und externe Links
  • Formulare, Suche, Rechner und Kundenkonten
  • Analytics-Events, Consent-Regeln und Tag-Manager-Konfigurationen
  • Feeds, Sitemaps, Robots-Regeln und API-Endpunkte
  • Seitenverantwortliche, Traffic, Conversions und Backlinks

Ordnen Sie dann jedes Element ein: behalten, verbessern, zusammenführen, archivieren oder entfernen.

Hier wird die Migration zu mehr als einem Transport.

Zwei schwache Artikel, die um dieselbe Suchintention konkurrieren, sind als eine starke Seite oft besser. Eine alte Kampagnenseite ohne Traffic und Backlinks verdient vielleicht ein 410 Gone statt einer Weiterleitung auf die Startseite. Eine Seite mit hoher Conversion muss womöglich unverändert umziehen, auch wenn das Team ihr Design nicht mag.

Automatisierung kann die Belege sammeln. Die redaktionelle Entscheidung sollte sie nicht treffen. Relevanz beurteilt ein Mensch.

Phase 2: Eine Ausgangsbasis für spätere Vergleiche festhalten

Wenn Sie erst nach dem Launch messen, wird jede Auffälligkeit zum Streitpunkt.

Erfassen Sie mindestens vier Wochen normaler Daten, bei saisonalen Schwankungen ein ganzes Jahr. Segmentieren Sie nach Seitentyp, Verzeichnis, Land, Gerät und Akquisekanal, damit ein schwerer Verlust in einem Bereich nicht durch Wachstum in einem anderen verdeckt wird.

Ihre Ausgangsbasis sollte umfassen:

  • Organische Klicks, Impressionen, Rankings und indexierte Seiten
  • Sitzungen, Conversions, Umsatz und unterstützte Conversions
  • HTTP-Statuscodes, Crawling-Aktivität und Serverfehler
  • Templates, Wortanzahl, Titel, Überschriften und interne Links
  • Performance bei echten Nutzern, nicht nur Labortests
  • Barrierefreiheitsmängel nach Template und Schweregrad
  • Formularzustellung, erfolgreiche Zahlungen und andere kritische Abläufe
  • Infrastrukturkapazität, Latenz und Fehlerrate

Vergleichen Sie bei der Performance die neue Website mit der alten und legen Sie ein klares Budget fest.

Die aktuellen Schwellenwerte für "gut" bei den Core Web Vitals sind:

  • Largest Contentful Paint von höchstens 2,5 Sekunden
  • Interaction to Next Paint von höchstens 200 Millisekunden
  • Cumulative Layout Shift von höchstens 0,1

Bewertet werden diese Ergebnisse am 75. Perzentil, laut web.dev.

Betrachten Sie diese Zahlen als nützliche Orientierung, nicht als Ersatz für Ihre eigenen Nutzer- und Conversion-Daten.

Speichern Sie schließlich die Rohdaten der Crawls und Exporte. Wenn die alte Website weg ist, sind sie Ihre Beweisgrundlage.

Phase 3: Ziel und Zuordnung gemeinsam planen

Die neue Informationsarchitektur und die Weiterleitungstabelle sind zwei Ansichten derselben Entscheidung:

Wo soll jede alte Suchintention künftig zu finden sein?

Weisen Sie jeder alten URL ein Ergebnis zu:

  • Die URL bleibt unverändert
  • Sie leitet dauerhaft auf ein naheliegendes Gegenstück weiter
  • Ihr Inhalt geht in einem breiteren, relevanten Ziel auf
  • Sie wird bewusst mit 404 Not Found oder 410 Gone entfernt
  • Sie bleibt vorübergehend bis zu einer späteren Migrationswelle erreichbar

Nutzen Sie für dauerhafte Umzüge serverseitige 301- oder 308-Weiterleitungen. Google wertet eine dauerhafte Weiterleitung als Signal, dass das Ziel die kanonische URL werden soll. Die Dokumentation zu Weiterleitungen erklärt auch, wann temporäre Weiterleitungen sinnvoll sind.

Vermeiden Sie vier häufige Fehler.

1. Alles auf die Startseite weiterleiten

Jede entfernte Seite auf die Startseite umzuleiten, frustriert Besucher und verschleiert ihre ursprüngliche Absicht.

Eine Produktseite sollte zum ähnlichsten Ersatzprodukt oder zur passenden Kategorie führen. Die Seite eines alten Standorts sollte auf die Seite des neuen führen. Ein entfernter Artikel sollte nur dann weiterleiten, wenn es einen echten Nachfolger gibt.

Gibt es keinen relevanten Ersatz, kann ein ehrliches 404 oder 410 besser sein als eine irreführende Weiterleitung.

2. Weiterleitungsketten erzeugen

Lassen Sie alte URLs direkt auf das endgültige Ziel zeigen, statt über frühere Adressen zu springen.

Eine Kette wie:

Seite A → Seite B → Seite C → Seite D

erzeugt unnötige Anfragen, bremst das Crawling und schafft zusätzliche Fehlerquellen.

Die Weiterleitung sollte normalerweise lauten:

Seite A → Seite D

3. Interne Links über Weiterleitungen reparieren

Aktualisieren Sie die Links innerhalb der neuen Website, damit sie direkt auf die endgültigen URLs zeigen.

Weiterleitungen sollen Menschen und Systeme auffangen, die alte Einstiegspunkte nutzen. Sie sollten die Pflege der internen Links nicht dauerhaft ersetzen.

4. Nicht-HTML-Dateien vergessen

Bilder, Videos und PDFs können ranken, Backlinks sammeln und qualifizierten Traffic bringen.

Nehmen Sie wertvolle Dateien in Inventar und Zuordnung auf, statt sie als anonyme Dateien zu behandeln, die beim Umzug verschwinden dürfen.

Behandeln Sie die gesamte Zuordnung als kontrollierte Daten: mit Versionsverlauf, Prüfung durch eine zweite Person und automatischen Tests für Statuscodes, Ziele, Schleifen, Ketten und Duplikate.

Monitor vergleicht Staging- und Produktionsumgebung, beide bereit und mit grünen Häkchen

Phase 4: Eine produktionsnahe Staging-Umgebung aufbauen

Staging sollte sich wie die Live-Umgebung verhalten, ohne öffentlich zu werden.

Schützen Sie es mit Authentifizierung oder Netzwerkbeschränkungen. Eine Sperre in der robots.txt ist keine Zugriffskontrolle, und eine vergessene noindex-Anweisung kann am Launch-Tag zur Katastrophe werden, wenn sie in die Live-Umgebung kopiert wird.

Bereiten Sie die SEO-Metadaten auf Staging vor. Warten Sie nicht bis nach dem Launch.

Titel, Beschreibungen, Canonicals, hreflang-Angaben, strukturierte Daten und Social-Media-Vorschauen sollten getestet sein, bevor Nutzer und Crawler kommen. Sicher ist es, die Umgebung privat zu halten und ihre Seiten trotzdem produktionsreif zu machen.

Testen Sie das gesamte System, nicht nur einzelne Seiten:

  • Kann ein Besucher ein Formular absenden?
  • Kommt der Datensatz korrekt im CRM an?
  • Werden Bestätigungsmails von der richtigen Domain verschickt?
  • Funktionieren Login, Suche, Checkout, Buchung und Kontowiederherstellung?
  • Werden Analytics-Events genau einmal ausgelöst, mit korrektem Consent-Status und Kampagnenzuordnung?
  • Können Nutzer mit Tastatur und Screenreader die kritischen Abläufe abschließen?
  • Sind wichtige Inhalte im ausgelieferten HTML vorhanden?
  • Zeigen die Canonical-Tags auf die künftigen Live-URLs statt auf Staging?
  • Sind Sprach- und Regionalversionen wechselseitig verknüpft und gültig?
  • Können Redakteure eine neue Seite anlegen, ohne kaputte Überschriften, fehlerhafte Metadaten oder Layoutverschiebungen einzuführen?

Setzen Sie bei JavaScript-lastigen Websites für wichtige Inhalte auf serverseitiges Rendering, statisches Rendering oder Hydration.

Google kann JavaScript verarbeiten, aber die aktuellen Hinweise zu JavaScript-SEO weisen weiterhin darauf hin, dass Pre-Rendering die Geschwindigkeit für Nutzer und Crawler verbessern kann und nicht jeder Bot JavaScript ausführt.

Das betrifft nicht nur klassische Suchmaschinen. Vorschau-Generatoren sozialer Netzwerke, Barrierefreiheits-Tools, Link-Vorschauen, Monitoring-Dienste und KI-Crawler können Seiten unterschiedlich verarbeiten.

Eine robuste Website sollte nicht davon abhängen, dass jeder Abnehmer denselben Browser-Code fehlerfrei ausführt.

Phase 5: Die Migration proben

Ein Backup ist erst dann ein Rückfallplan, wenn jemand es erfolgreich wiederhergestellt hat.

Führen Sie mindestens eine produktionsnahe Generalprobe mit einer Kopie echter Daten durch. Messen Sie die Zeit jedes Schritts. Notieren Sie manuelle Handgriffe. Vergleichen Sie die Zahlen vorher und nachher.

Stellen Sie sicher, dass das Team Datenbanken, Dateien, Konfiguration und Routing innerhalb der geforderten Wiederherstellungszeit zurückholen kann.

Am Ende der Probe sollte ein Ablaufplan stehen mit:

  • jedem Schritt in der richtigen Reihenfolge
  • der verantwortlichen Person
  • Voraussetzungen und Nachweis der Erledigung
  • der erwarteten Dauer
  • Prüfschritten zur Validierung
  • einer Abbruchbedingung
  • der Wiederherstellungsmaßnahme, falls der Schritt scheitert

Automatisieren Sie wiederholbare Prüfungen.

Eine gute Testsuite für die Migration kann den Release stoppen, wenn sie Folgendes findet:

  • eine Indexierungssperre in der Live-Umgebung
  • eine falsche kritische Weiterleitung
  • ein Canonical-Tag, das auf Staging zeigt
  • ein fehlendes Analytics-Tag
  • einen leeren Seiteninhalt
  • eine unerwartete Abweichung im Inhalt von Prioritätsseiten
  • fehlerhafte strukturierte Daten
  • eine Sitemap mit weitergeleiteten oder nicht erreichbaren URLs

Bei sehr großen Websites lohnt es sich, zuerst einen Bereich mit geringem Risiko umzuziehen.

Eine kleine Migrationswelle deckt nicht jedes mögliche Problem auf, kann aber Schwächen bei Zuordnung, Deployment und Monitoring vor dem Hauptumzug sichtbar machen.

Phase 6: Launch-Kriterien statt Launch-Optimismus

Legen Sie vor dem Release-Fenster eine Go/No-Go-Prüfung fest.

Ein Launch-Kriterium sollte eindeutig mit Ja oder Nein zu beantworten und belegbar sein.

"SEO hat die Website geprüft" ist vage.

"Alle 2.400 priorisierten Weiterleitungen führen mit genau einem dauerhaften Sprung zum freigegebenen Ziel" ist ein Launch-Kriterium.

Empfohlene Kriterien:

  • ein erfolgreiches, getestetes Backup samt Wiederherstellung
  • keine offenen kritischen Sicherheitsmängel
  • keine neuen kritischen Barrierefreiheitsmängel
  • priorisierte Abläufe funktionieren von Anfang bis Ende
  • Tests für Weiterleitungen und Canonicals bestanden
  • robots.txt und XML-Sitemap für die Live-Umgebung freigegeben
  • Analytics, Consent und Conversion-Tracking geprüft
  • akzeptable Lasttest-Ergebnisse und Reserven für das Crawling
  • TLS-Zertifikate, DNS und CDN-Konfiguration bereit
  • Kundenservice, Marketing und Ansprechpartner für Störungen informiert
  • Dashboards, Alarme und Verantwortliche vor der Umstellung aktiv

Planen Sie den Release in einer vorhersehbar ruhigen Zeit, aber mit den richtigen Personen in Bereitschaft.

"Sonntag um Mitternacht" ist nicht risikoarm, wenn niemand aus Payment, Analytics oder Redaktion reagieren kann.

Laptop mit Webanalyse-Diagrammen nach einem Launch

Phase 7: Launch aus einem gemeinsamen Kontrollraum

Frieren Sie alle nicht notwendigen Änderungen an Inhalten und Konfiguration ein.

Arbeiten Sie mit einem Ablaufplan, einem Entscheidungsprotokoll und einem Kommunikationskanal. Halten Sie die Uhrzeit jeder wichtigen Aktion fest, damit sie später mit Logs und Analytics abgeglichen werden kann.

Direkt nach der Umstellung:

  1. Prüfen Sie DNS, Zertifikate, CDN-Verhalten und die bevorzugte Domain.
  2. Stellen Sie sicher, dass die Live-Umgebung crawlbar und Staging nicht öffentlich erreichbar ist.
  3. Testen Sie Startseite, priorisierte Einstiegsseiten und kritische Abläufe.
  4. Prüfen Sie Stichproben alter URLs und führen Sie den vollständigen Weiterleitungstest aus.
  5. Crawlen Sie die neue Website auf 4xx-, 5xx-, Canonical-, hreflang- und interne Linkfehler.
  6. Prüfen Sie Analytics, Conversions, Consent und serverseitige Events.
  7. Stellen Sie sicher, dass die XML-Sitemap nur kanonische URLs mit 200 OK enthält.
  8. Bestätigen Sie alte und neue Property in der Search Console und reichen Sie die Sitemap ein.
  9. Nutzen Sie das Adressänderungstool der Search Console, wenn sich die Domain ändert und der Umzug die Voraussetzungen erfüllt.
  10. Aktualisieren Sie bezahlte Kampagnen, E-Mail-Vorlagen, Profile und andere Links, die Sie selbst verwalten.

Muss die Website kurz offline sein, liefern Sie ein echtes 503 Service Unavailable aus, statt einer Fehlerseite mit Status 200 OK.

Eine Seite, die für Besucher nicht verfügbar aussieht, Maschinen aber Erfolg meldet, verfälscht das Monitoring und kann von Crawlern falsch interpretiert werden.

Phase 8: Die Migration mindestens 30 Tage begleiten

Der Go-live ist der Beginn der Beobachtungsphase, nicht das Ende des Projekts.

Nutzen Sie ein Dashboard, das technische, Such- und Geschäftssignale zusammenführt:

  • 5xx-Rate, Latenz und Auslastung der Infrastruktur
  • Anzahl der 404-Fehler und wichtigste verweisende Seiten
  • Weiterleitungsfehler, Schleifen und unerwartete Ziele
  • Klicks, Impressionen und Abdeckung indexierter Seiten
  • Crawling-Aktivität auf alten und neuen URLs
  • Conversions, Umsatz, Lead-Qualität und abgeschlossene Checkouts
  • Core Web Vitals echter Nutzer nach Template und Gerät
  • Volumen der Analytics-Events und Änderungen in der Zuordnung
  • Barrierefreiheitsprobleme durch neue Inhalte

Überwachen Sie anfangs engmaschiger:

  • laufende Alarme und mehrere manuelle Prüfungen am Launch-Tag
  • tägliche Prüfungen in der ersten Woche
  • wöchentliche Prüfungen im ersten Monat
  • längeres Monitoring bei großen oder komplexen Umzügen

Schwankungen in der Suche sind normal, während Seiten neu gecrawlt und verarbeitet werden. Das heißt aber nicht, dass jeder Rückgang als "Google muss sich erst einpendeln" abgetan werden sollte.

Untersuchen Sie nach Verzeichnis, Seitentyp, Gerät und Markt.

Ein plötzlicher Verlust, der nur ein Template betrifft, deutet oft auf eine konkrete technische Ursache hin. Ein Conversion-Rückgang nur auf Mobilgeräten kann auf ein Problem mit dem responsiven Design hindeuten. Weniger erfasste Leads bei stabilen Formulareingängen sprechen eher für fehlerhaftes Analytics als für sinkende Nachfrage.

Geben Sie jedem Problem einen Verantwortlichen und eine Frist.

Lassen Sie das Migrationsteam bestehen, bis die vereinbarten Abschlusskriterien erfüllt sind. Übergeben Sie dann Dashboards, Tests und Content-Standards in den Regelbetrieb.

Sonst beginnt die Qualität zu sinken, sobald sich das Projektteam auflöst.

Ein Rollback ist keine Zeitmaschine

Ein Rollback ist unverzichtbar bei katastrophalen Fehlern in Anwendung, Sicherheit oder Infrastruktur.

Bei einer Domain- oder URL-Migration ist es weniger einfach, sobald Crawler und Nutzer den neuen Wegen folgen.

Mehrfaches Hin- und Herschalten zwischen alten und neuen URLs kann noch mehr Verwirrung stiften. Legen Sie vorab fest, welche Fehler ein Rollback erfordern und welche nach vorne behoben werden.

Zum Beispiel:

  • Ein für alle Nutzer defekter Checkout kann ein sofortiges Rollback rechtfertigen.
  • Eine kleine Zahl falscher Weiterleitungen lässt sich meist sicherer nach vorne korrigieren.
  • Verlorene Analytics-Daten lassen sich durch ein Rollback der Anwendung nicht wiederherstellen.
  • Ein öffentlich erreichbares Staging braucht Zugriffsschutz und Deindexierung, nicht bloß ein weiteres Deployment.
  • Eine nicht barrierefreie Komponente, die auf jeder Checkout-Seite steckt, kann einen Stopp des Releases erfordern.
  • Eine fehlende Beschreibung bei einigen wenig besuchten Artikeln rechtfertigt kaum, die gesamte Migration rückgängig zu machen.

Ihr Plan sollte daher sowohl ein technisches Rollback als auch einen Weg zur Korrektur nach vorne enthalten, jeweils mit Entscheidungsbefugnis und Zeitgrenzen.

Die kompakte Checkliste für Website-Migrationen

Vor dem Launch

  • Umfang, Verantwortliche, Erfolgskennzahlen und Abbruchbedingungen festlegen.
  • Seiten, Dateien, Metadaten, Integrationen und Tracking erfassen.
  • Inhalte als behalten, verbessern, zusammenführen, archivieren oder entfernen einordnen.
  • Ausgangswerte für Crawling, Suche, Analytics, Backlinks und Performance sichern.
  • Neue Architektur und URL-Zuordnung auf Seitenebene freigeben.
  • Weiterleitungen, Canonicals, Sitemaps und Robots-Regeln aufbauen und testen.
  • Staging schützen und dabei alle Live-Metadaten vervollständigen.
  • Kritische Abläufe, Analytics, Consent und Barrierefreiheit testen.
  • Die Migration proben und das Backup wiederherstellen.
  • Belegbare Go/No-Go-Kriterien freigeben.

Während des Launchs

  • Nicht zugehörige Änderungen einfrieren und den Migrationsverlauf protokollieren.
  • Infrastruktur, Crawlbarkeit und Prioritätsseiten prüfen.
  • Weiterleitungstests und einen vollständigen Crawl der Live-Umgebung ausführen.
  • Datenflüsse von Formularen, Checkout, CRM, E-Mail und Analytics bestätigen.
  • Saubere Sitemaps und passende Meldungen an Suchmaschinen einreichen.
  • Technische und fachliche Verantwortliche erreichbar halten.

Nach dem Launch

  • Technische, Such- und Conversion-Signale gemeinsam überwachen.
  • Auffälligkeiten nach Seitentyp, Verzeichnis und Gerät untersuchen.
  • Weiterleitungsketten, defekte Links, fehlende Metadaten und Tracking-Fehler beheben.
  • Weiterleitungen und die alte Domain unter eigener Kontrolle behalten.
  • Zuständigkeiten für Probleme beibehalten, bis die Abschlusskriterien erfüllt sind.
  • Migrationsprüfungen in dauerhafte Qualitätskontrollen überführen.

Was eine erfolgreiche Migration wirklich ausmacht

Eine erfolgreiche Migration ist nicht die, die pünktlich live geht.

Sondern die, bei der Kunden weiterhin erledigen können, wofür sie kommen, Teams ihren Daten vertrauen können, Suchmaschinen die Änderung verstehen und die neue Plattform Raum für Verbesserungen schafft.

Die sichersten Teams verlassen sich nicht auf eine heldenhafte Launch-Nacht. Sie verringern die Zahl gleichzeitiger Änderungen, machen aus Annahmen Tests, proben die Wiederherstellung und beobachten weiter, wenn alle anderen schon beim nächsten Thema sind.

Das ist der Unterschied zwischen dem Umzug einer Website und der Migration eines digitalen Geschäfts.

Bereit, Ihre Website-Migration zu planen?

Eine gute Migration sollte Ihre Website verbessern, ohne Traffic, Daten oder kritische Kundenabläufe unnötig zu gefährden. 

Ob Sie die Domain wechseln, auf ein neues CMS umziehen oder Ihre Website neu aufbauen: DevOpWeb begleitet den Übergang von der Planung bis zum Support nach dem Launch.

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